Die "Schrägstrich-Stadt" ist für beide Konfliktparteien von großer emotionaler Bedeutung. Für die irischen Nationalisten, die auch die Bevölkerungsmehrheit stellen, nimmt der Ort wegen der Ereignisse des Bloody Sunday und der Battle of the Bogside einen hohen Stellenwert ein, für die britischen Loyalisten wegen der Belagerung durch die Truppen des katholischen König James II. von England. Als im Dezember 1689 seine französischen und irischen Truppen vor der Stadt erschienen und der Stadtrat noch um eine angemessene Reaktion beriet, handelten 13 Lehrlingsburschen, indem sie kurzerhand die Stadttore verschlossen. Die Stadt harrte aus und nach einer harten Phase der Belagerung sorgten im Juli 1690 zwei Schiffe für Entsatz, was zum Abbruch der Belagerung führte. Diesem Ereignis gedenken die dortigen Loyalisten alljährlich am 12 August durch die Parade der Apprentice Boys (Lehrlinge), die ähnlich wie der Marsch des Oranier Ordens in Portadown selten ohne Auseinandersetzungen mit der Gegenseite abläuft.
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